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Sternenbanner, January 1944.

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2 . STERNENBANNER 1943 - Der Kampf um das Mittelmeer Tripolis...Tunis Palermo..Salerno.. Neapel [b/w photo] Diese jungen deutschen Kriegsgefangenen von der 26. Panzeraufkiärungs-abtellung fielen den Allilerten im ostitalienischen Abschnitt in die Hände. [Text Box in article] Hitler über Italien | Am 10.9.43 sagte Adolf Hitler: "Der Ausfall Italiens bedeutet militärisch nur wenig." | Am 8.11.43 sagte Adolf Hitler: "Dass der italienische Zusammenbruch mit allen seinen Konsequenzen nicht ohne Rückwirkung auf das gesamte Kriegsgeschehen sein konnte, ist selbstverständlich."

Am 3. Januar wurde mitgeteilt' dass General Sir Bernard Montgomery, der Befehlshaber der britischen Achten Armee in Italien, in England eingetroffen ist, um seinen neuen Posten als Oberbefehishaber der britischen Streitkräfte unter General Dwight Eisenhower zu übernehmen. General Montgomery, dessen Truppen das deutsche Afrikakorps unter Feldmarschall Rommel besiegte, erklärte bevor er Italien verliess in einem Befehl an seine Armee: ,, Die Achte Armee landete am 3. September in Italien. Am 3. Dezember hatte sie sich bereits durch 1.100 km durchgekämpft ... Die Lage ist gut. Das Ende des Krieges ist in Sicht... Wir haben wie bisher unsere Arbeit fortzusetzen und dann kann es über den Ausgang des Krieges keinen Zweifel geben." In der folgenden Übersicht sind die Kriegsereignisse während des letzten Jahres im Mittelmeerraum dargestellt. Als das Jahr 1943 begann, befand sich Rommels Afrikakorps im Rückzug durch Libyen. Mitte Januar, drei Monate nach der entscheidenden Schlacht von El Alamein, räumten die Achsenstreitkräfte Tripolis, 2000 Kilometer westlich von El Alamein. Gleichzeitig stellten amerikanische, französische und englische Truppen in Tunesien die gigantische Falle, in der sich bald die Achsentruppen verfangen sollten. Im Januar 1943 waren Roosevelt, Churchill, de Gaulle und Giraud in Casablanca zu einer Konferenz zusammengetreten, um die weiteren Kriegspläne zu beraten. Dort entscheiden sie die Waffenstillstandsbedingungen für die Achsenmächte: bedingungslose Kapitulation. Ein halbes Jahr später hatte Italien bedingungslos kapituliert. Im März begannen die schweren Kämpfe an der tunesischen Grenze. Die Deutschen hatten die natürliche Abwehrstellung der Marethlinie start befestigt, Tunesien war vom Süden und Osten abgeriegelt. Aber nach achttägigem Kampfe war die Marethlinie durchbrochen, und die britische 8. Armee strömte vom Osten, die französischen Streitkräfte unter dem Kommando General LeClercs vom Süden durch die Breschen auf das tunesische Schlachtfeld. Die Achsenmächte zogen bedeutende Verstärkungen von Truppen und Kriegsmaterial aus Italien heran. Aber sic kämpften mit dem Rücken zum Meer. Am 7. Mai zogen die Amerikaner und Franzosen in Bizerta, die Engländer in Tunis ein. Am 12. Mai war der Krieg in Afrika zu Ende. In dieser einen Woche wurde Generaloberst von Arnim mit dreizehn Generalen, 110.000 deutschen Offizieren und Mann und 40.000 Italienern gefangen genommen. Damit hatte sich die Zahl der Achsengefangenen in Tunesien auf eine Viertemillion erhöht. Grosse Mengen von Flugzeugen, Geschützen und Munition wurden erbeutet. Ganz Afrika war nun in den Händen der Alliierten. In Algier konstituierte sich das Nationalkommitee für die Befreiung Frankreichs und ging sofort daran, eine französische Armee von einer halben Million Mann aufzustellen. Französische Kriegsschiffe wurden kampfbereit gemacht. Am 11. Juni kapitulierte die italienische Insel Pantellaria nach einem dreizehntägigen Bombardement, bald gefolgt von den Inseln Lampedusa und Linosa. Kaum einen Monat später, am 10. Juli landeten 2,600 Schiffe aller Grössen alliierte Truppen in Sizilien. In 39 Tagen war diese Insel mit einer Bevolkerung von 4,500.000 Einwohnern erobert. Vorher noch, am 25, Juii, kam der Sturz Mussolinis. Das Ende des Faschismus war nahe. Am 3. September landeten britische Truppen auf der Südspitze von Italien, und die italienische Regierung, die eingesehen hatte, dass jeder weitere Widerstand zwecklos war, kapitulierte bedingunslos. Die gesamte italienische Kriegs-und Handels-flotte, mit Ausnahme des Schlachtschiffes Roma, das von deutschen Bombern versenkt wurde, lief in alliierte Häfen ei. Indessen landeten alliierten Truppen bei Tarent und Salerno. Nahe Salerno entwickelte sich eine heftige Schlacht. Die starken deutschen Abwehrstellungen widerstanden dem alliierten Angriff, und die Alliierten wären nahezu wieder ins Meer geworfen worden, wenn nicht rechtzeitige Verstärkungen gelandet worden wären. So konnten aber die Deutschen zurückgedrängt und der Brückenkopf ausgebaut werden. Nun begann die Schlacht um Neapel. Die Entscheidung fiel am I. Oktober. Alliierte Truppen marschierten an diesem Tage in Neapel ein. Vorher hatten französische und ita ienische Truppen Sardinien und Korsike von den Deutschen befreit und die Englander die 13 Flugfelder von Foggia erobert. Nur langsam, in heftigen Kämpfen rückten die alliierten Truppen weiterhin in gebirgigem, von Flüssen und Bächen durchzogenem Gelände nach Norden vor, Schritt für Schritt werden Kesselrings Truppen im Westen von der 5. Armee und im Osten von der 8. Armee zurückgedrängt. Die Überlegenheit der Alliierten an Schiffen, Flugzeugen, Geschützen und Truppen setzte sich durch.


Amerikanisches Allerlei Das USA Kriegsinformationsamt gab bekannt, dass von hundert verwundeten amerikanischen Soldaten sechsundneunzig damit rechnen dürfen, wieder gesund zu werden. Der Prozentsatz der Genesungen hat sich damit seit dem letzten Weltkrieg verdoppelt.

Nach dem japanischen Überfall auf Pearl Harbour stellten die Dodge & Chrysler Autowerke ihre Produktion auf Krieg um. Kürzlich wurde eine weitere Fabrik in Betrieb gestellt, die an Grösse alle bisherigen kriegswichtigen Industriebauten Amerikas übertrifft. Die Montagehalle allein breitet sich über 35 Hektar aus und der dadurch gewonnene Arbeitsraum erstreckt sich über 702.000 qm. Die 800 km langen Telefon, eitungen waren den Ansprüchen einer Stadt von 75.000 Einwohnern gewachsen. Das Riesenwerk stellt Flugzeugmotoren für die amerikanische Luftwaffe her.

General Mascarenhas de Morais vom brasilianischen Generalstab gab bekannt, dass zum ersten Mal in der Geschichte Brasiliens Einheiten der brasilianischen Luftwaffe sowie Bodenpersonal nach Übersee befohlen worden sind. Er persönlich werde mit dreizehn weiteren Offizieren dem Alliierten Hauptquartier in Algiers beigeordnet werden.

Eine chemische Fabrik in Amerika bat dem Sowjetinstitut für Experimentelle Medizin in Moskau 2.000 g Penicillin gesandt. Nunmehr können russische Wissenschaftler die erstaunliche Heilwirkung dieses Medikaments für Wundbehandlung studieren.

Das USA Volkszählamt wies darauf hin, dass in diesem Krieg, genau wie 1917/18 mehr Knaben als Mädchen auf die Welt kamen:--Letztes Jahr wurden in Amerika 1,444.365 Knaben und 1,364.631 Mädchen geboren.

Seegefecht am Nordkap--Der Untergang der ,,Scharnhorst" Die Versenkung des deutschen Schlachtschiffes ,, Scharnhorst" am 26. Dezember war ein neues Glied in der langen Kette der deutschen Niederlagen zur See. Die ,,Scharnhorst" wurde von Einheiten der britischen Flotte angegriffen, als sie versuchte, einen Geleitzug für Russland im nördlichen Eismeer zu überfallen. Die ,,Scharnhorst," mit 32.000 Tonnen Wasservedrängung, bestückt mit neun 28-cm Geschützen, zwölf 15-cm Geschützen und dreissig Geschützen kleinerer Kaliber, hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 32 Knoten. Es geland drei britischen Zerstörern und einem norwegischen Zerstörer, das deutsche Schlachtschiff trotz schwersten Abwehrfeuers mit Torpedos anzugreifen. Die ,, Scharnhorst" wurde gezwungen, ihre Fahrtgeschwindigkeit zu veriangsamen' dadurch wurde es dem 35.000 Tonnen grossen britischen Schlachtschiff ,,Duke of York" ermöglicht, sich dem deutschen Schlachtschiff auf Feuerbereich zu nähern. Nach mehreren schweren Treffen sank die ,,Scharnhorst" 90 km nordöstlich vom Nordkap. Von ihrer Besatzung von 1.461 Mann wurden 36 gerettet. Der alliierte Geleitzug hatte inzwischen unversehrt seine Fahrt nach Russland fortgesetzt. Zwei britische Kriegsschiffe wurden leicht beschädigt. Zeiw Tage später wurden drei deutsche Zerstörer im Golf von Biskaya versenkt. Sie gehörten zu einem Flottenverband von 11 Zerstörern, die versuchten, einen 5,000 Tonnen grossen deutschen Blockadefahrer in einen Hafen der französischen Küste zu geleiten. Auch der deutsche Blockadefahrer wurde versenkt. Zwei englische Kreuzer erhielten leichte Beschädigungen. Der Vorsitzende des Flottenausschusses des amerikanischen Repräsentantenhauses, Carl Vinson, erklärte zur Versenkung der ,,Scharnhorst": ,,Die Versenkung der ,,Scharnhorst" erinnert an vorangegangene deutsche Niederlagen zur See, insbesondere an die Vernichtung des Panzerschiffs ,,Graf Spee" am 13. Dezember 1939 und die Versenkung des Schlachtschiffes ,, Bismark" am 27. Mai 1941. Die gutgeschulten Besatzungen der deutschen Überwasserschiffe sind ihres Lebens nicht sicherer als die Mannschaften der deutschen U-Boote, von denen vom Mai bis November 1943 mehr als I50 durch alliierte Flotten- und Luftangriffe versenkt wurden." Vinson zitierte einen Satz, der am I. Januar 1943 in der inzwischen eingegange- ,, Frankfurter Zeitung" stand: ,, Die Erfahrung hat gelehrt, dass nichts wichtiger ist als der Wettlauf zwischen Schiffsversenkungen und Schiffsbauten, " und er fügte hinzu: ,, Die Alliierten haben diesen Leitsatz befolgt. In den ersten beiden Jahren seit Amerikas Eintrett in den Krieg haben die Vereinigten Staaten Handelsschiffe mit mehr als 25.284.000 Tonnen gebaut." Der amerikanische Marineminister Frank Knox erklärte vor kurzem: ,,Im Jahre 1943 hat die amerikanische Flotte mehr Kriegsschiffe fertiggestellt als sie Ende 1942 im Dienst hatte. " Er gab kürzlich bekannt, dass die amerikanische Flotte jetzt 43 Flugzeugträger besitzt, sechsmal so viel wie zur Zeit des japanischen Überfalls auf Pearl Harbour. We wirkungsvoll die deutschen U-Boote von den Alliierten niedergekämpft wurden, zeigte die gemeinsame Erklärung Roosevelts und Churchilis. Darin wurde festgestellt, dass auch im November 1943 wie in den drei vorangegangenen Monaten mehr deutsche U-Boote als alliierte Handelsschiffe versenkt wurden. Den ,, eindruckvollsten Beweis für den Fehlschlag der Dönitz-Offensive" nannte Carl Vinson die Tatsache, dass 3.800.000 amerikanische Soldaten mit ihren Waffen und ihrer Ausüstung nach Übersee gebracht wurden.