Making History: Transcribe is made possible in part by federal funding provided through the Library Services and Technology Act program administered by the Institute of Museum and Library Services.

Sternenbanner, January 1944.

image 3 of 4

Zoom in to read each word clearly.
Some images may have writing in several directions. To rotate an image, hold down shift-Alt and use your mouse to spin the image so it is readable.

This transcription is complete!

STERNENBANNER 3 Der Luftkrieg über Europa: Rückblick auf 1943

Der Jahreswechsel stand im Zeichen einer Verschärfung des Luftgkrieges gegen kriegswichtige Ziele im Reich und im besetzten Frankreich. Ueberaus starke Bomberyerbände der Alliierten unternahmen schwere, konzentrierte Angriffe gegen die "Festung Europa." Die Quellen der deutschen Kriegskraft wurden durch Sch:äge der RAF bei Nacht und der amerikanischen Luftflotte bei Tag systematisch zertrümmert. Bis zu 2,000 Flugzeuge kamen pro Tag zum Einsatz.

Eine amtliche Darstellung zeigt folgende Vergleichsziffern zwischen deutschen und alliierten Bombenangriffen:

Die deutsche Luftwaffe warf vom I. Januar bis zum 31. Dezember 1943 ungefähr 2.400 Tonnen Bomben auf England. Dieselbe Bombenlast, 2.400 Tonnen, warf die Royal Air Force wiederholt innerhalb von 40 Minuten auf deutsche Industriestädte.

135.000 Tonnen auf Deutschland

Die RAF warf im Jahre 1943 auf Deutschland und die besetzten Gebiete eine Bombenlast von insgesamt 154.000 Tonnen; davon fielen 135.000 Tonnen Bomben auf Deutschland. Zur gleichen Zeit warf die amerikanische Achte Luftflotte von England aus 55.000 Tonnen Bomben ab. Davon fielen 27.800 Tonnen auf Deutschland.

Der Luftkrieg begann im Sommer 1940, als die deutsche Luftwaffe in den drei Sommermonaten 18.900 Tonnen Bomben auf englishche Städte abwarf. Damals konnte die Royal Air Force nur mit einem Bombenabwurf von 2.750 Tonnen auf Deutschland antworten.

Heute umfasst der Angriffsradius der alliierten Bomber das ganze deutsche Reich. Alliierte Bomber zerstörten die grossen Focke-Wulf Montagewerke in Marienburg in Ostpreussen; alliierte

[pictorial chart]

Bombenabwürfe auf England (in Tonnen)

35.900; 21.800; 2.800; 2.400

1940; 1941; 1942; 1943

Bombenabwürfe auf Deutschland (in Tonnen)

5.200; 23.000; 36.400; 163.000

Bomber zerschlugen in drei Grossangriffen die Messerschmitt-Werke in Wiener Newstadt in Österreich. Der ganze Western des Reiches war das Ziel zahlreicher Grossangriffe. Wilhelmshaven, Emden, Bremen, Hannover, Münster, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Aachen, Kassel, Frankfurt am Main, Ludwigshafen, Mannheim, Stuttgart und andere Zentren der deutschen Kriegsindustrie wurden schwer getroffen.

Dei alliierte Bombenoffensive erreichte unter anderem folgende Höhepunkte:

HAMBURG Im Somer in 8 Tagen über 8.000.000 kg Bomben abgeworfen. Dreiviertel der Hamburger Hafen-und Industrieanlagen zerstört.

SCHWEINFURT

In 2 amerikanischen Tagesangriffen wurden die wichtigsten deutschen Kugellagerwerke schwer beschädigt.

PEENEMÜNDE

Bei einem Überraschungsangriff der RAF wurden 1.500 Tonnen Bomben auf die geheime Versuchsanstalt abgeworfen.

Grossangriffe erfolgten unter anderem such auf leipzig, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, München, Innsbruck und andere Mittelpunkte der deutschen Kriegsindustrie.

Auf Berlin, eine der grössten Kriegswerkstätten des Reiches, warf die RAF in 8 Nächten 12.000 Tonnen Bomben ab; d.h. 50 Tonnen pro Minute. Auf London, während des schwersten deutschen Angriffs im Jahr 1940/41, warf die deutsche Luftwaffe durchschnittlich 1 Tonne pro Minute, und höchstens 450 Tonnen pro Angriff a b.

Berline wurde die von Bombern am schwersten heimgesuchte Stadt der Welt. Keines der Angriffisziele der deutschen Luftwaffe in den ersten Jahren des Krieges - London, Liverpool, Rotterdam, Warschau und Belgrad - war so schwer getroffen worden wie Berlin. Diese systematischen Angriffe gegen Berlin wurden in den ersten Tagen des neuen Jahres fortgesetzt.

Die alliierten Luftstreitkräfte führten während des Jahres 1943 auch schwere Bombenangriffe auf Kriegsziele in den deutschbesetzten Ländern.

Ein starker amerikanischer Bomberverband mit Stützpunkten in Nordafrika griff am 1. August Ploesti in Rumänien an und fugte den Petroleumquellen und Petroleumraffinerien, die Deutschland versorgen, schweren Schaden zu.

Sofia angegriffen

Strategische Ziele in Frankreich wurden das ganze Jahr hindurch angegriffen. Häufig wurden auch Eisenbahnknotenpunkte im Balkan, besonders in Sofia und deutsche Flugstützpunkte im Balkan bombardiert.

Vom Westen wie vom Süden erfolgten die alliierten Bombenangriffe. Als die Flugfelder von Foggia in Süditalien in die Hände der Alliierten fielen, konnten Süddeutschland, Norditalien und der Balkan aus ungleich grösserer Nähe als bisher angegriffen werden.

Die 15. amerikanische Heeresluftflotte wurde im November mit der ausdrücklichen Bestimmung geschaffen, deutsche Ziele vom Süden her anzugreifen.

Die amerikanische Flugzeugindustrie ist num fähig, alle fünf Minuten ein Flugzeug herzustellen, das sind ungefähr 8.500 Flugzeuge im Monat.

[column 3 & 4 photo with caption]

Auf das Deck eines Zerstörers in einer amerikanischen Schiffswerft werden von Kränen ein vollkommen montiertes Deckhaus und die Hälfte der Schiffsbrücke niedergelassen. Das Verfahren, die einzelnen Schiffsteile in verschiedenen Fabriken herzustellen, ermöglichte es den amerikanischen Schiffswerften, in drei Jahren 15.000 Schiffe aller Grössen für die amerikanische Flotte zu liefern. In den letzten zwel Jahren wurdan weitere 2.500 Handelsschiffe hergestellt.

[column 3]

Präsident Roosevelts Botschaft . . .

(Fortsetzung von Seite 1)

schlagen machtovolle, stetig wachsende Kräfte auf die Japaner ein.

"In dreitägigen eingehenden Besprechungen in Teheran einigten wir uns in allen Einzelheiten über den Plan für die Eröffnung eines gigantischen Angriffs gegen Deutschland."

"Das russische Heer wird gegen Deutschlands Ostfront sein Offensive mit aller Härte fortführen. Die Armeen der Alliierten werden Deutschlands Südfront unerbittlich bedrängen, und starke amerikanische und britische Streitkäfte werden nun in Angriffen aus allen Windrichtungen Deutschland strategisch umklammern."

"Die Vereinten Nation en haben aber nicht die Absicht, das deutsche Volk zu versklavern. Wir wünschen dem deutschen Volk alle Möglichkeiten zu geben, sich im Frieden als ein geachtetes und wertvolles Mitglied der europäischen Familie zu entwickeln. Aber wir legen allen Nachdruck auf das Wort "geachtet"; denn wir sind entschlossen, das deutsche Volk ein für alle Male vom Nationalsozialismus, preussischem Militarismus und der phantastischen und verderblichen Idee zu befreien, dass das deutsche Volk eine Herrenrasse sei."

"Grossbritannien, Russland, China, die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten vereinigen mehr als dreiviertel der Gesamtbevö kerung der Erde. Solange diese vier Weitmächte mit ihrer grossen militärischen Macht in ihrem Entschluss zusammenstehen, den Frieden der Welt zu bewahren, wird es keinem angriffslustigen Land mehr möglich sein, wieder einen Weltkrieg zu entfesseln. Diese vier Weltmächte müssen iedoch mit allen freiheitsliebenden Völkern Europas, Asiens, Afrikas und dem amerikanischen Kontinent zusammenstehen und zusammen wirken. Die Rechte jeder einzelnen Nation, gleichgültig ob gross oder klein, müssen geachtet und sorgsam goschützt werden.

"Die überwältigende Mehrheit aller Völker der Welt ersehnt Frieden. Die meisten von ihnen kämpfen für die Erlangung des Friedens - nicht für einen Waffenstillstand, sondern für den Frieden, der so fest gesichert und so dauerhaft sein muss wie sterbiiche Menschen ihn schaffen können."

[top of column 4 - chart]

DIE STIMME AMERIKAS

Auf Mittelwelle weitergeleitet vom britischen Rundfunk:

ZEIT 09.00;METER 1500, 373, 49, 41, 31.

ZEIT 21.00; METER 373, 285, 49, 42, 41, 31.

Auf Kurzwelle allstündlich um Viertel nach:

ZEIT; METER; ZEIT; METER 02.15; 48.10, 38. 36; 15.15; 25.32, 23.14 03.15; 47.10, 38.36; 19.67, 16.85 04.15; 47.10, 38.16; 16.15; 25.32, 19.67 05.15; 47.10, 38.36; 16.85 06.15; 31.28, 38.26; 17.15; 25.23, 19.67 31.31; 16.85 07.15; 31.28, 47.10; 18.15; 19.67, 16.85 08.15; 39.61, 45.10; 19.15; 23.14, 19.67 09.15; 47.10, 39.61; 16.85 38.36; 20.15; 23.14, 19.67 10.15; 47.10, 39.61; 21.15; 23.14, 19.67 38.36, 38.66; 21.15; 23.14, 19.67 11.15; 31.48, 30.31; 19.57, 16.85 12.15; 25.62, 25.32; 22.15; 25.63, 19.17 23.14; 16,89, 16.83 13.15; 25.62, 25.36; 23.15; 21.14, 19.83 25.72; 00.15; 25.22, 23.14 14.15; 25.62, 25.32; 19.83 23.14; 01.15; 25.22

Arbeiterprogramm täglich um 06.15 und 20.15